Brühlsche Terrasse

Die Brühlsche Terrasse ist heute die wohl schönste Flaniermeile der Elbestadt, die ihre Bezeichnung als »Balkon Europas« aus dem frühen 19. Jahrhundert völlig zu Recht trägt. 

Das 500 m lange und bis zu 200 m breite Ensemble befindet sich am Elbufer auf den Resten der Festung Dresden mitten in der historischen Innenstadt. Die Brühlsche Terrasse wird von historischen Gebäuden und Grünanlagen flankiert und ist zudem Standort zahlreicher Denkmale.

Mehr zur Geschichte der Brühlschen Terrasse

Die Anfänge als Festungsanlage

Herzog Georg der Bärtige ließ von 1519 bis 1529 die Landesherrliche Festungsanlage in Dresden erbauen. Auch die vier Bastionen und das erste Ziegeltor entstanden in diesem Bauabschnitt. Schon 1545 ließ sein Neffe Herzog Moritz die Anlage gegen neuartige Kanonen und Schusswaffen wappnen. Die neue Anlage wurde 1555 unter der Leitung von Caspar Voigt von Wierandt abgeschlossen. Sein Bruder August und dessen Sohn Christian I. bauten schließlich die Anlage zur Festung »Neu-Dresden« aus.

 

Brühls Privatgarten

Nach dem Tod August des Starken übernahm sein Sohn Friedrich August II. nicht nur das Regierungsgeschäft, sondern auch Heinrich Graf von Brühl als engsten Berater. 1739 schenkte er dem Grafen die alte Festungsanlage an der Elbe. Brühl ließ darauf ein Palais, ein Belvedere, Pavillons, eine Galerie und Gärten errichten. Die Höfe der Bastion wurden verschüttet. Der Besuch der Terrasse blieb adligen Gästen vorbehalten. Bis auf die Gartenanlagen und die Secundogenitur, die Brühl als Bibliothek diente, sind keine der Brühlschen Bauten erhalten. 

Öffentliche Eroberung 

Als Verbündetem Napoleons wurde Sachsens König 1814 nach der Völkerschlacht bei Leipzig die Regierung entzogen. In Dresden wurde daraufhin Fürst Nikolai Grigorjewitsch Repnin-Wolkonski als Generalgouverneur eingesetzt, der den Großen Garten und die Brühlsche Terrasse für den Besucherverkehr freigab. Als Zeichen für die öffentliche Zugänglichkeit ließ er Gottlob Friedrich Thormeyer die große Freitreppe erbauen. Einige Jahre später folgte die Aufstellung der vier Figurengruppen »Tageszeiten« von Johannes Schilling an der Freitreppe zur Terrasse.

 

Die Brühlsche Terrasse heute

Nach der Zerstörung der Brühlschen Terrasse bei den Bombenangriffen von 1945 wurden die Gebäude wieder hergestellt. Ab 1990 erfolgte auch die Beräumung des Schutts in den Renaissance-Gewölben der Kasematten. Zum Bestand des Schlossbetriebes Schlösser und Gärten Dresden gehört sie seit 1993.

Die Brühlsche Terrasse wurde bereits vor 200 Jahren „Balkon Europas“ genannt und ist auch heute noch die wohl schönste Flaniermeile in Dresden. Direkt unter der Brühlschen Terrasse entführt das neue Erlebnisangebot Festung Xperience seine Besucher auf eine spektakuläre Zeitreise. 

 

 

Festung Xperience - das neue Highlight in Dresden

Direkt unter der Brühlschen Terrasse entführt Festung Xperience auf eine spektakuläre Zeitreise in die Geschichte der Festung Dresden. Faszinierende 360-Grad-Projektionen und stimmungsvolle 3D-Soundtechnologie versetzen die Besucher mitten hinein in das Geschehen von einst.